Romalyn Tilghman: Die Bücherfrauen

In der kleinen Stadt Prairie Hall in Kansas (USA) steht 2008 nach einem Tornado kein Stein mehr auf dem anderen. Nur die Fassade der ehemaligen Carnegie-Bibliothek blieb wundersamer Weise stehen. Aus unterschiedlichen Gründen verschlägt es die drei Protagonistinnen in das Nachbarstädtchen New Hope.

Angelina will ihre Dissertation endlich abschließen. Die Liebe zu Büchern rührt von ihrer Oma Amanda her, die sich vor fast 100 Jahren für die Entstehung der Bibliothek in New Hope einsetzte. Seit 10 Jahren sammelt Angelina Fakten über die Carnegie-Bibliotheken in Kansas. Durch die Tagebücher ihrer Großmutter erhofft sie sich neue Quellen zu erschließen, um ihre Arbeit zu beenden. Der Großstadt New York City und den Bettwanzen in ihrer letzten Unterkunft will Traci entfliehen. Sie hat sich als Gastkünstlerin einen Job im Kulturzentrum von New Hope erschwindelt. Allerdings hat sie keinen Plan, wie sie nach einem Lehrplan „Quassel-Quilter oder „Querulanten“ (Problemkids) unterrichten soll. Sie hofft, mit einer Menge Energie, Klugheit, Selbstbewusstsein und Kreativität alle Hürden zu bewältigen. Mit ihrer Familie hat Gayle durch den Tornado alles verloren und ist ohne Hoffnung, jemals wieder auf die Füße zu kommen. Auf einem Basar trifft sie Traci, die sie in das Kulturzentrum einlädt.

Der Roman kreist um die Entstehungsgeschichte der Carnegie-Bibliotheken in den USA, um Familiengeheimnisse und den Lebensweg der sehr unterschiedlichen starken Frauen, die viel voneinander lernen, um Freundschaft, Solidarität, neuen Lebensmut und Selbstbewusstsein. Eine anregende Geschichte über Frauen aus heutigen und vergangenen Zeiten und über den Wert der Gemeinschaft. Die Autorin arbeitet schon immer in der Kulturförderung, leitete nach ihrem Abschluss eine Vereinigung für Kulturförderung in Kansas. Sie ist Zeugin davon, wie vorwiegend Gruppen von Frauen sich überall im Land für Kultur einsetzen.

(JH)

Tilghman, Romalyn
Fischer, S. Verlag GmbH
ISBN/EAN: 9783103970807
22,00 € (inkl. MwSt.)