Anja Baumheier: Die Erfindung der Sprache

Anja Baumheier, 1979 geboren in Dresden, ist bekannt geworden mit den Büchern über Familiengeschichten im geteilten Deutschland, „Kranichland“ und „Kastanienjahre“. Mit ihrem neuen Buch „Die Erfindung der Sprache“ schenkt sie uns einen Roman über die Magie der Sprache, die Kraft der Gemeinschaft und der Familie.

Wieder ein Familienroman? Ja, aber nicht nur!

Adam Riese hat leicht autistische Züge, er spricht erst mit zwei Jahren und liebt die Zahl Sieben. Er wächst im Kreis seiner Familie auf einer kleinen ostfriesischen Insel auf. Die tschechische Großmutter Leska und sein Vater Hubert sind wichtige Personen in seinem Leben. Kurz nach seinem 13. Geburtstag verschwindet Adams Vater. Eine schwierige Zeit beginnt. Jahre später, Adam ist Dozent für Sprachwissenschaften in Berlin, stößt er auf ein Buch „Die Erfindung der Sprache“, das ihn auf die Spur seines Vaters Hubert führt. Huberts Geschichte bildet den zweiten Handlungsstrang des Buches. Mit dem Bully und der punkigen Zola macht sich Adam auf die Suche nach seinem Vater. Adam muss sich ganz neu orientieren.

Ein Road-Movie? Ja, auch!

Die Reise führt sie nach Prag, quer durch Deutschland, immer Hinweisen und Zeichen auch aus der Literatur folgend. Schließlich erreichen sie die Bretagne, das Finisterre, das Ende der Welt.

Baumheier ist ein besonderer Roman gelungen mit lebendig skizzierten Charakteren, liebenswert und kurios zugleich und einem ungewöhnlichen Familienzusammenhalt. Sie kann ausgezeichnet erzählen, das steht fest.

(A.B.)

Baumheier, Anja
Kindler Verlag GmbH
ISBN/EAN: 9783463000237
20,00 € (inkl. MwSt.)